Radverkehrspolitik in Schwäbisch Hall

Der ADFC Schwäbisch Hall vertritt die Interessen der Radfahrerinnen und Radfahrer in der Stadt Schwäbisch Hall und - soweit möglich - auch im ganzen Landkreis.

 

Wir versuchen Einfluß auf die Politik zu nehmen, mit dem Ziel, die Situation für Radfahrende zu verbessern. Dazu finden regelmäßige Treffen mit den Verantwortlichen der Stadt Schwäbisch Hall statt und anlassbezogene Reaktionen, wenn Belange der Radfahrenden betroffen sind. Dabei orientierten wir uns am verkehrspolitischen Programm des ADFC.

 

Unsere Ziele sind u.a.:

  • Schaffung einer fahrradgerechten Verkehrsinfrastruktur (z.B. durchgängige und hindernisfreie Radwege, zielführende Beschilderungen, ...)
  • Motivation zum Radfahren durch Schaffung eines  positiven Fahrradklimas
  • Förderung des Radverkehrs auf allen Ebenen (in der Politik, in den Betrieben, in der Freizeit, ...)
  • Beschleunigung der Mobilitätswende z. B. durch Erhöhung der jährlichen Investitionen in die Radinfrastruktur und bessere Vernetzung aller Verkehrsmittel etc.
  • Attraktive und sichere Alltags- und Schulradwege
  • etc.

 

Nachfolgend zeigen wir gute und weniger gute Beispiele, wie sich die Situation für Radfahrende in Schwäbich Hall darstellt, welche verkehrspolitischen Schwerpunkte wir sehen und was sich in Stadt und Landkreis zum Thema Radverkehr tut.

 

Für Fragen, Hinweise, Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik sind wir immer dankbar. Wenden sie sich an den ADFC Schwäbisch Hall.

 

Pendlerbrezel

Crailsheim legt vor und traut sich was

"Der Landkreis Schwäbisch Hall nimmt 2021 zum ersten Mal an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) teil". Als der Stadtradler diesen Satz auf der Homepage des Landratsamtes las, wurde ihm warm ums Herz. Endlich tut sich mal was, denn die EMW gibt es bereits seit 19 Jahren. Aber die Freude währte nur kurz, denn ausser ein paar Frühstückstüten, die in Hall an die morgendlichen Radfahrerinnen und Radfahrer verteilt wurden, ist nichts passiert.

Im Gegensatz dazu hat die Stadt Crailsheim die EMW dazu genutzt, einen autofreien Tag in der Langen Straße anzubieten. Die Stadt hat sich getraut 13 Parkplätze in grüne Oasen mit Platz für Sitzgelegenheiten umzuwandeln und der Bevölkerung zu zeigen, dass "Stadt" nicht gleich "Autoverkehr" bedeuten muss. In Hall sind solche Gedanken undenkbar. Der Stadtradler wünscht sich, dass der Crailsheimer Klimaschutzmanager als Vorbild in den ganzen Landkreis ausstrahlt.

Übrigens, im Rahmen der EMW wurden in vielen Gemeinden Fahr­rad­pend­le­rin­nen und -pend­ler mit einer Gratis-PendlerBrezel belohnt. Aber- wer hätte das gedacht - im Landkreis Schwäbisch Hall beteiligten sich nur Bäckereien in den östlichen Gemeinden an der Aktion (siehe Karte). Schwäbisch Hall ist wie so oft Fahrrad-Niemandsland. Dabei hätte sich der Stadtradler sicher auch über eine Brezel gefreut...

Sieht so die Zukunft aus in Schwäbisch Hall?

Autostadt Schwäbisch Hall ?!?

Der Haller Gemeinderat lockt mehr und mehr Autos in die Innenstadt und ignoriert Klimawandel und Verkehrswende.

Dass der Gemeinderat ein Maßnahmenpaket in Höhe von 1 Mio. Euro zur Linderung der Corona-Folgen beschließt findet der Stadtradler ja prima. Aber dass fast die Hälfte davon einzig und allein dazu dient, noch mehr Autos in die Stadt zu locken passt gar nicht mehr in die heutige Zeit. Auto fahren wird überproportional gefördert; Anwohner, Fußgänger, Radfahrer und Menschen ohne Auto werden benachteiligt.


450.000 Euro Parkraumförderung

200.000 Euro für den ÖPNV

0,0 Euro für Fuß- und Radverkehr


Der Kommentar von Thumilan Selvakumaran im Haller Tagblatt vom 7. Juli 2021 spricht dem Stadtradler aus der Seele!

(08.07.2021)

#mehrplatzfürsrad

Zweitklassige Kunden?

Immer wenn der Stadtradler zum Einkaufen ins Gründle nach Hessental fährt, ärgert er sich über die dortigen Abstellmöglichkeiten für sein Fahrrad.

KFZ-Parkplätze gibt es hier zuhauf, aber für die Zweiräder sind lediglich die Flächen von zwei PKW-Parkplätzen reserviert. Für Fahrräder ist nur ein altertümlicher Radständer (im Fachjargon "Felgenkiller" genannt) vorhanden. Wenn also mehr als sechs Kunden mit dem Fahrrad zum Einkaufen kommen, müssen sie sich ein anderes Plätzchen suchen. Platz für ein Rad mit Anhänger oder gar ein Lastenrad? Fehlanzeige.

 

Hier gibt es noch mehr Beispiele

Radverkehr in Schwäbisch Hall


Rad fahren in Schwäbisch Hall ist nicht immer einfach. Was für den Autoverkehr völlig normal ist, fehlt bei der Radinfrastruktur z. T. vollkommen.

Die folgenden Themen beschäftigen uns z. T. schon seit Jahren:

Radverkehrsführung Innenstadt SHA

Radverkehrsführung in der Innenstadt - Unser Vorschlag

Die gesamte Altstadt sollte frei von Parksuchverkehr werden. Sie sollte nur noch für Anliegerverkehr frei sein und für (elektrischen) Lieferverkehr.

Unser Vorschlag

Grundstückseigentümer sind in der Pflicht

So schön im Frühjahr und Sommer wachsende Hecken und grüne Bäume auch sind, können sie zu einer gefährlichen Verkehrsbehinderung führen. Egal ob auf Gehweg, Radweg oder der Straße, alle Verkehrsteilnehmer brauchen eine freie Sicht, um ungehindert am Verkehr teilnehmen zu können.

Grundstückseigentümer haften für Unfälle und Schäden, die durch Überwuchs ihrer Bepflanzung ausgelöst werden. Der ADFC Schwäbisch Hall weist aus aktuellem Anlass darauf hin, dass es dringend erforderlich ist, Geh- und Radwege entsprechend des Lichtraumprofils freizuhalten.

Weiterlesen
Mobilitätskonzept

Zukunftsfähige Mobilität für Schwäbisch Hall

Einen sehr interessanten Vortrag über zukunftsfähige Mobilität in Schwäbisch Hall hielt der renomierte Stadtplaner und Verkehrsexperte Prof. Heiner Monheim am 28. Oktober 2020, Corona-bedingt kurzfristig nicht live sondern via Videokonferenz. Monheim hat in zahlreichen Städten und ländlichen Gebieten bei der Erstellung und Umsetzung klimafreundlicher Mobilitätskonzepte mitgewirkt. Sein Vortrag zeigt auf, dass bürger- und umweltfreundliche Mobilität auch in Schwäbisch Hall umsetzbar ist.

Vortrag anschauen (YouTube)
Doppelt gepollert

Gefährliche Hindernisse auf Radwegen

Immer wieder gefährden Hindernisse auf Radstrecken die Sicherheit der Rad fahrenden Kinder und Erwachsene. Beispiele dafür gibt es auch in Schwäbisch Hall jede Menge.

Ungesicherte, bei Nacht nicht beleuchtete Poller, Steinblöcke, Randsteine etc. sind unnötige Gefahren. Solche Hindernisse sind auf (Auto-)Straßen undenkbar.

Hier einige Beispiele
Ortsausgangsschild Untermünkheim

Lückenschluss Gelbingen - Untermünkheim

Von Gelbingen bis Untermünkheim fehlt ein Radweg für Alltagsradler. In einem Leserbrief an das Haller Tagblatt weist ADFC-Mitglied Volkmar Gessinger auf die Problematik und mögliche Lösungsvorschläge hin.

 

 

Zum Leserbrief
Bebauunsplan Bahnhofsarreal SHA

Stellungnahme des ADFC zum Bebaungsplan "Bahnhofsareal"

Frühzeitig den Radverkehr berücksichtigen. Dieser Grundsatz sollte bei allen Bauvorhaben in Schwäbisch Hall von Anfang an berücksichtigt werden. Deshalb haben die Verkehrsexperten der ADFC-Ortsgruppe Schwäbisch Hall den Entwurf des Bebauungsplans "Bahnhofsareal Teil Nord" genau analysiert und im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Planentwurfs eine Stellungnahme eingereicht. 

Stellungnahme des ADFC
Unterwöhrd

Stellungnahme des ADFC SHA zur Planung „Unterwöhrd“

Wenn die Stadtverwaltung weiterhin daran festhält, dass die Hauptverbindung in Nord-Süd- Richtung durch die Ackeranlagen - Unterwöhrd verläuft - und nicht über die Unterlimpurger Straße und nicht über die Lindachroute, - dann braucht es auf dem Unterwöhrd einen mindestens 3 m breiten durchgehenden Radweg (und getrennt davon Fußwege). Evtl. sind auch zwei getrennte Einrichtungsradwege möglich.

Zur Stellungnahme
Straßenführung Weilertunnel

Unsere Meinung zum Weiltertunnel

Der Weilertunnel verschlechtert nicht nur die Situation für Radfahrer und Fußgänger, sondern auch für Autofahrer. Auf beiden Seiten des Tunnels müssen Ampeln installiert werden, um den Querungsverkehr zu ermöglichen. Verkehrsfluß gefährdert!

Das Haller Tagblatt beschäftigte sich auf Grund unserer Pressemitteilung vom April in seiner Ausgabe vom 20.05.2021 ebenfalls mit dem Thema Weilertunnel. In einem Brief an den Bundesverkehrsminister vom 21. Mai 2021 haben wir auch diesen auf den aus unserer Sicht unnötigen Tunnelbau hingewiesen.

Landkreis Schwäbisch Hall

Neben den Themen in Schwäbisch Hall und seinen Teilorten beschäftigen wir uns auch immer wieder mit Themen aus dem ganzen Landkreis. Auch hier gibt es noch mächtig Handlungsbedarf für eine morderne Radverkehrinfrastruktur.

Radweg zwischen Bühlerzimmern und Veinau geplant

Die Gemeinde Braunsbach plant einen bestehenden Feldweg zwischen Bühlerzimmern und Veinau zu Rad-Verkehrsschnellweg mit einer Breite von 3 Metern auszubauen. Die geplante Strecke ist knapp 1,3 Kilometer lang und grenzt bei Veinau an das touristische Radwegnetz des Landkreises.

Wenn mit den geplanten Zuschüssen alles klappt, soll 2022 mit der Realisierung begonnen werden. Wir drücken die Daumen!

Radweg zwischen Michelfeld und Mainhardt

Bereits seit Jahren planen die Gemeinden Michelfeld und Mainhardt einen Radweg zwischen den beiden Hauptorten zu bauen. Leider passiert hier aktuell nichts sichtbares. Wir hoffen, dass es bald los geht.

Radweg zwischen Hessental und Michelbach

"Eine nicht enden wollende Geschichte" - so betitelte sogar das Haller Tagblatt am 04. Juni 2021 die Diskussion um einen sicheren Radweg von Rauhenbretzingen nach Michelbach. Seit 12(!) Jahren laufen die Planungen für einen sicheren Schulradweg. Über 5.000 KFZ fahren im Schnitt täglich durch Rauhenbretzingen. Dies bedeutet, dass für die Querung der Straße, die ja leider notwendig ist, eine Mittelinsel als Querungshilfe gebaut werden muss. Dies dient gleichzeitig auch der Verkehrsberuhigung im Ort. Hoffentlich plant und baut das Regierungspräsidium Stuttgart den Radweg endlich sicher und durchgehend fertig.

Radweg zwischen Westheim und Gaildorf

Die Finanzierung der Radweges zwischen Westheim und Gaildorf ist bereits genehmigt. Leider geht die Planung viel zu langsam voran.

Gemeinderat von Ilshofen will Radverkehrsinfrastruktur verbessern

Der Gemeinderat in Ilshofen diskutierte im Frühjahr 2021, wie man das Radwegenetz in der Stadt und den Teilorten verbessern kann. Der Radverkehr nimmt zu, gefährliche Situationen - vor allem mit den motorisierten Verkehrsteilnehmern -  ebenso. Auf Grund dieser Erkenntnis wurden Verbesserungen (wie z.B. das Öffnen von Einbahnstraßen) angeregt. Wir bedanken uns bei den Gemeinderäten für ihr Engagement und hoffen auf viele fahrradfreundliche Entscheidungen.

In der Gemeinderatssitzung im September 2021 beschlossen nun die Gemeinderäte, zwei Radwege zu bauen. Der eine wird Obersteinach mit Ilshofen verbinden, der andere wird südlich von Ilshofen an der Kläranlage vorbeiführen und damit auch eine wichtige Lücke zwischen den Radwegen von Schwäbisch Hall und Cralsheim schließen. Wir drücken der Gemeinde alle Daumen, dass sie eine möglichst hohe Förderung vom Land oder Bund erhalten.

Publikationen

Stellungnahme zum Entwurf des Bebauungsplans "Bahnhofsareal Teil Nord"

Die Ortsgruppe des ADFC Schwäb.Hall nimmt zu dem Planentwurf wie folgt Stellung:

  • Die Steinbacher Straße ist eine wichtige Radverbindung zwischen den Siedlungsteilen Tullauer Höhe und Reifenhof zur Innenstadt sowie für die Achse Steinbach – Scharfes Eck. Daher begrüßen wir es, dass auf der südlichen Seite der Verkehrsfläche ein Radstreifen (?) vorgesehen ist. Den Radstreifen über die Bushaltestelle zu führen, so dass Busse hinter langsamen RadfahrerInnen herfahren müssen und umgekehrt, RadfahrerInnen hinter stehenden Bussen anhalten müssen, ist für uns nicht akzeptabel. Das ist nicht die notwendige Bevorzugung des Umweltverbundes, sondern seine gegenseitige Behinderung. Könnte man den Radstreifen hier nicht statt der Linksabbiegerspur Richtung Bahnhofstraße als „geschützten Radstreifen“ auf der Fahrbahn neben der Bushaltestelle führen? Auch im weiteren Verlauf in Richtung Steinbach sollte ein deutlich breiterer „geschützter Radstreifen“ geplant werden statt der 1,60 m. Zur Verbesserung der Situation halten wir aber auch eine Weiterführung in Richtung Stuttgarter Straße für die Zukunft für wichtig, da über diese Strecke die Siedlungsbereiche Heimbach, Stadtheide, Teurershof und Breiteich erreicht werden können.
  • In süd-östlicher Richtung sollte im Zusammenhang mit der Planung eine bessere Lösung für den Radverkehr in Richtung Steinbach gefunden werden. Bisher ist sowohl aus dem Bereich des Bahnhofgeländes als auch von dem Fuß- und Radweg von der Neuen Reifensteige kein vernünftiger Übergang auf die Steinbacher Straße in Richtung Steinbach vorhanden. Eine Verbesserung könnte vorgenommen werden, wenn der auf der Steinbacher Straße aufwärts führende Radstreifen bei der Abzweigung in Richtung Neue Reifensteige auch in Richtung Steinbach weiter geführt und vor der Ampelanlage ein aufgeweiteter Radaufstellstreifen vorgesehen wird. Dort könnte sich dann auch der auf der Neuen Reifensteige abwärts führende Radverkehr in Richtung Steinbach einordnen.
  • Zwischen der im Plangebiet vorgesehenen Bebauuung und den Gleisanlagen ist eine Wegführung mit einem eingeschränkten Geh- und Fahrrecht vorgesehen. Dieser Korridor sollte auch für den allgemeinen Radverkehr geöffnet werden. Damit könnte für den Radverkehr eine kurze und komfortable Verbindung vom und zum Bahnhof von der Steinbacher Straße aus Richtung Steinbach und dem Fuß- und Radweg entlang der Neuen Reifensteige geschaffen werden. Insbesondere sollte an der Ecke um das Gebäude MU2 genügend Breite und eine Führung ohne rechtwinklige Ecken vorgesehen werden.
  • Für den Radverkehr aus Richtung Steinbach fehlt jegliche Lösung. Er findet wohl auf der Fahrbahn statt. Insbesondere für den Radverkehr, der dann nach links in die Unterführung am Bahnhof bzw. in die dortige Fahrradgarage führt, fehlt die Führung: Zumindest ein Linksabbiegepfeil für den Radverkehr ist anzubringen. Evtl. ist für vorsichtige RadfahrerInnen eine indirekte Lösung des Linksabbiegens an dieser Stelle vorzusehen.
  • Wir bedauern außerordentlich, dass ein barrierefreier Radverkehr durch die Unterführung und Querung der Bahnlinie nicht möglich ist. Die vorgesehenen Aufzugsanlagen sollten daher so ausgeführt werden, dass sie auch für Fahrräder mit Kinderanhänger oder Lastenfahrräder benutzbar sind.

Wir sind gerne bereit, uns mit der Verwaltung bzw. den Planern zusammen zu setzen, um eine gute, durchgängige und beidseitige Radlösung zu erarbeiten. Diese sollte unbedingt die Führung des Radverkehrs über die Grenze des Bebauungsplanes hinaus in Betracht ziehen.

Beispiele für Hindernisse auf Radwegen

Beispiele für kundenunfreundliche Fahrradabstellmöglichkeiten

Radfahrer*innen möchten ihr Fahrrad während des Einkaufens sicher abschließen können und würden sich auch über einen Witterungsschutz freuen.

 

Radverkehrsführung Innenstadt SHA

Innenstadt SHA: Radverkehrsführung – Vorschlag ADFC SHA

Vor dem Säumarkt sollte die Zufahrt in die Innenstadt nur noch für den Anliegerverkehr, nicht aber für den Parksuchverkehr freigegeben sein. Die Zufahrt zum Haalparkplatz wäre nur noch über die Salinenstraße möglich. Im Bereich Hafenmarkt wären nur noch Anwohnerparkplätze.

Dann können einige enge Altstadtstraßen für den Radverkehr in beiden Richtungen geöffnet werden, um die Fußgängerzone vom (Durchgangs-)Radverkehr zu entlasten. Mehr Qualität für den Fußverkehr und schnellerer Radverkehr sind der Vorteil. Insbesondere die Haalstraße bzw. der gesamte Verlauf von der Zufahrt zum Haalparkplatz bis zum Hafenmarkt sollte für den Radverkehr offen sein in Richtung Osten, also bergauf. Das ist möglich, wenn nur noch Anliegerverkehr bergab zugelassen ist. Evtl. müsste man an einer oder zwei Stellen in Richtung Untere Herrengass rechts den Bordstein absenken, dass Radfahrer nach rechts ausweichen könnten bei Gegenverkehr.

Ebenso müssten die Straßen „Am Säumarkt, Gymnasiumstraße und Vor dem Kelkentor“ für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet sein.

Hauptroute Radverkehr HR 2 wäre also:
Unterlimpurger Straße – Untere Herrengasse (Fußgängerzone) – Haalstraße – Salinenstraße – Johanniterstraße (Gehweg Rad frei) – Unterführung Friedhofsdreieck In Gegenrichtung:
Unterführung Friedhofsdreieck – Neuer Radweg Richtung ZOB – Salinenstraße – Haalstraße (geöffnet für Radverkehr) – Untere Herrengasse (Fußgängerzone) – Unterlimpurger Straße

Hauptroute Radverkehr HR 2 + HR 1 (bergauf) wäre also:
Unterführung Friedhofsdreieck – Gelbinger Gasse – Blendstatt – Weg zwischen LRA und Langer Graben – Blendstatt – Vor dem Kelkertor (geöffnet für Radverkehr) – Gymnasium- straße (geöffnet für Radverkehr) – Holzmarkt – Crailsheimer Straße

Hauptroute HR 1 wäre in beiden Richtungen:
Am Spitalbach (nicht mehr Fußgängerzone, sonder Bus- und Radspur) – Marktstraße – Am Säumarkt - Gymnasiumstraße (geöffnet für Radverkehr) – Holzmarkt – Crailsheimer Straße

zu OpenStreetMap

Stellungnahme des ADFC SHA zur Planung "Unterwöhrd"

Wenn die Stadtverwaltung weiterhin daran festhält, dass die Hauptverbindung in Nord-Süd-Richtung durch die Ackeranlagen - Unterwöhrd verläuft - und nicht über die Unterlimpurger Straße und nicht über die Lindachroute, - dann braucht es auf dem Unterwöhrd einen mindestens 3 m breiten durchgehenden Radweg (und getrennt davon Fußwege). Evtl. sind auch zwei getrennte Einrichtungsradwege möglich.


Begründung:
Diese Hauptverbindung ist Bestandteil des Radverkehrskonzepts, RadNETZ BW und Kocher-Jagst-Radwegs und ist entsprechend der Richtlinien auszubauen und getrennt von dem zeitweise hohen Fußverkehrsaufkommen zu planen.
Wenn keine Trennung vorhanden ist, ist nur langsamer Radverkehr möglich und kommt es zu vielen FußgängerInnen – RadfahrerInnen-Konflikten. Durch eine gute Planung sollten beide Gruppen getrennt und jeweils kurz und sicher geführt werden.

Radabstellanlagen:
Die Radabstellanlage beim Spielgelände und insbesondere die Radabstellanlage beim Biergarten/Globe sollte vergrößert werden und auch Abstellmöglichkeiten für Räder mit Kinderanhänger und Lastenräder vorsehen. Reichen die Radabstellmöglichkeiten am Globe nach Bauordnung (Anzahl Sitzplätze) aus?

Lindachbrücke:
Sollte die „Lindachbrücke“ gebaut werden, sollte sie eine Wegbreite von 4 m haben und durch entsprechend breite Radwege sowohl in Richtung Steinerner Steg/Roter Steg als auch in Richtung Epinalbrücke ein zügiges Radfahren ermöglichen. Für uns gehört eine neue Radbrücke neben den Roten Steg und nicht in Richtung Lindach. Wenn die Lindachbrücke gebaut würde, müsste in Konsequenz auch in der Fortsetzung der
steile Buckel Im Lindach zumindest einseitig einen Gehweg erhalten (als kurze Fußwegeverbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof).
Bemerkung:
Sollte es Schwierigkeiten geben mit zusätzlicher Versiegelung durch breite Radwege, schlagen wir vor, die große Versiegelung im Bereich Biergarten/Pavillion/Aussichtsterrasse zu reduzieren.


Wir sind gerne bereit, uns mit der Verwaltung zusammen zu setzen und gute Möglichkeiten
für die Umsetzung eines ersten Radweges in Schwäbisch Hall zu erörtern.

Grundstückseigentümer sind in der Pflicht

Grundstückseigentümer haften für Unfälle und Schäden, die durch Überwuchs ihrer Bepflanzung ausgelöst werden. Sie sind verpflichtet, Geh- und Radwege, Parkstreifen und Fahrbahn entsprechend des Lichtraumprofils freizuhalten.

Ein Lichtraumprofil ist der Raum, der von Bepflanzung und Bebauung freigehalten werden muss, um ungehinderten Verkehr zu ermöglichen. Dies betrifft Fußgängerwege, Radwege und Straßen, aber auch Beleuchtung und Verkehrsschilder, damit diese rechtzeitig von allen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden können.

Über Rad- und Fußgängerwegen muss der Luftraum mindestens bis zu einer Höhe von 2,50m von Pflanzen freigehalten werden, für den Autoverkehr auf Straßen gilt eine Höhe von 4,50m.

Auch sollte innerorts eine seitliche Begrenzung zum Fahrbahnrand von mindestens 0,75 Metern eingehalten werden.

Zur Wahrung der Verkehrssicherheit muss sich also nicht nur die Stadt kontinuierlich um ihre Bepflanzung kümmern, sondern auch alle Grundstückseigentümer müssen ihre Pflanzen so zurückschneiden, dass diese keine Beeinträchtigung für Verkehrsteilnehmer mehr darstellen. Zur Vermeidung von Unfällen müssen auch abgestorbene Äste von Bäumen entfernt werden. An Straßeneinmündungen und -kreuzungen müssen Hecken, Sträucher und Anpflanzungen stets so nieder gehalten werden (höchstens 80 cm), dass eine ausreichende Übersicht für Kraftfahrer gewährleistet ist.
Rechtsgrundlage dieser Regelungen sind die Paragrafen § 28 Straßengesetz Baden-Württemberg und § 910 BGB.

Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es zwar verboten, zwischen dem 1. März und dem 30. September größere Schnittmaßnahmen an Hecken vorzunehmen, Form- und Pflegeschnitte des jährlichen Zuwachses sind aber ganzjährig erlaubt. Dies dient dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer.

Aktuell weist leider nur die Gemeinde Michelfeld ihre Bürger auf die Pflicht zum Freihalten des Lichtraumprofils hin.

Meldungen über Mängel der Verkehrssicherheit können der Stadt Schwäbisch Hall über dieses Mängelmeldeformular mitgeteilt werden.

                                                                                                                                                                                                                       (28.07.2021)

 

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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